0: Innere Gaben

Stell dir eine verborgene Quelle vor,
die in unsichtbarer Tiefr strömt
und in ihrem Strom Geheimnisse mit sich trägt,
bereit, im
Uberm aß hervorzusprudeln,
nährend und lebenspendend
für jeden, der tiefer gräbt.
Inwiefern gleichst du dieser Quelle im Verborgenen?
Was wartet auf dich gleich unter der Oberfläche?
Welche Gaben könntest du dort finden?
Wie müJ3test du ein Gleichgewicht in deinem Leben schaffen,
bevor sich deine inneren Augen öffnen?

Was wir sind, ist Gottes Geschenk an uns;
was wir werden, ist unser Geschenk an Gott.

Anonym

 

Die Grundzahlen von 1 bis 9 beschreiben die wichtigsten Schauplätze unseres Schicksals. Die 0 steht nicht direkt für einen Lebenssinn als solchen, sondern deutet auf innere Gaben und mögliche Reserven hin. Diese Aktiva können die Energien der anderen Zahlen verstärken und darüber hinaus höhere Formen der Qualitäten Feinfiihligkeit, Stärke, Ausdrucksfähigkeit und Intuition anzeigen.

Wir alle können auf innere Reserven zurückgreifen einschließlich der eben erwähnten vier Gaben, aber bei Menschen mit einer 0 in ihrer Lebenszahl (19/10, 28/10, 37/10, 46/10, 20/2, 30/3 und 40/4) treten sie im allgemeinen stärker in Erscheinung. Wie die Grundzahlen 1 bis 9 und die ihnen eigenen Energien und Fragen kann sich auch die 0 positiv oder negativ darstellen oder unterschwellig bleiben —‚ je nachdem, in welchem Maße Menschen mit einer 0 in ihrer Lebenszahl sich mit ihren Lebensfragen auseinandergesetzt haben. Da uns das, wofür wir hier sind, nicht unbedingt leichtgemacht wird, sind Menschen mit den Anlagen der 0 anscheinend weniger sensibel als andere, bis sie ihren inneren Berg ein Stück weit hinaufgeklettert sind.

Wer diese inneren Gaben besitzt, kann sich an ihnen erfreuen, andere daran teilhaben lassen, sie niißbrauchen oder sie einfach ignorieren, je nach individuellem Bewußtseinsstand. Wie andere Eigenschaften auch, entwickeln sie sich durch zunehmenden Gebrauch, durch Inspiration und Liebe und durch die Verpflichtung des Betreffenden, sie einem höheren Zweck und dem Allgemeinwohl zu widmen.

Die innere Gabe der Feinfiihligkeit tritt in unterschiedlichster Form auf: Sie kann sich als gutes Einfühlungsvermögen äußern als Fähigkeit, sich gefühlsmäßig auf andere Menschen einzustimmen (wie in beratender oder lehrender Funktion). Bei denen, die auf innere Gaben zurückgreifen können, kommt es öfter vor, daß sie in ein Zimmer gehen und feststellen: «Dieses Zimmer hat etwas sehr Seltsames an sich» oder: <>Dieses Zimmer hat etwas Frohes» (oder Störendes oder Heiteres), während andere in ihrer Begleitung nichts Ungewöhnliches bemerkt haben.

In negativer Hinsicht können Menschen mit diesen Anlagen überempfindlich sein und sich die Probleme anderer zu sehr zu Herzen nehmen; unter Umständen werden sie von den Gefühlen anderer völlig vereinnahmt und manipuliert und saugen sich emotional wie ein Schwamm voll, oder sie sind von Erbe und Erziehung her vorbelastet. Womöglich sind sie leicht verletzt, weil ihr emotionales Nervensystem völlig durchlässig ist.

Die innere Gabe der Stärke kann sich in ungewöhnlichen körperlichen Fähigkeiten ausdrücken wie zum Beispiel Kraft und Vitalität, aber auch als innere Stärke in Form von Seelenstärke und Standhaftigkeit. Solcherart begabte Menschen können aus ihrer Machtfülle heraus gut anderen beistehen und sind durch ihre Stärke auch gut für Führungspositionen geeignet.

Bei negativer Entwicklung kann die Stärke in Halsstarrigkeit, Aggressivität oder Widerwillen umschlagen, wenn sich Menschen mit diesen Anlagen ausschließlich auf ihre Stärke verlassen, statt sie mit ihrer Feinfühligkeit und anderen Gaben zu verbinden und auszugleichen.

Die innere Gabe der Ausdruckslähikkeit verleiht den Betreffenden Redegewandtheit und Sprachgefühl. Das, was Leute mit dieser Begabung sagen, übermittelt oft starke Gefühle, so daß sie andere mit ihrem Enthusiasmus und ihrer Inspiration anstecken können. Ob sie einfach nur schlagfertig und sprachgewandt sind oder nicht, das, was sie mitteilen durch Kunst, Musik oder andere Medien —‚ verfehlt seine Wirkung nicht, \Veil andere gefühlsmäßig davon angesprochen werden.

Im Negativen können Menschen mit der Gabe des Ausdrucksvermögens andere vollkommen an die Wand reden, deshalb muß sich zu dieser Fähigkeit die klare Verantwortung gesellen, entsprechend höhere Prinzipien davon Gebrauch zu machen.

Die innere Gabe der Intuition hebt die herkömmlichen Grenzen zwischen der stofflichen Welt und den feinstofflicheren Dimensionen der Wahrnehmung und Erfahrung auf und verleiht Menschen mit dieser Begabung die Fähigkeit, bei Entscheidungen oder in der Menschenführung einer inneren Vision oder Ahnung zu folgen. Menschen, die diese Gabe positiv nutzen, sind hervorragende Berater und Heiler, denn sie fühlen oder wissen Dinge, ohne erklären zu können, wie.

Leute mit einer negativen Form ihrer intuitiven Gaben fühlen sich oft durch die Gedanken und Empfindungen anderer, durch feinstoffliche Wesenheiten oder von anderen nicht wahrgenommene Energien innerlich beunruhigt. Sie müssen die innere Botschaft zu ergründen suchen, indem sie sich fragen, ob sie vielleicht zum Besten aller Betroffenen dienen kann.

Nicht jeder mit einer 0 in der Lebenszahl besitzt alle vier inneren Gaben in gleichem Maße; bei einigen sind Feinfühligkeit und Ausdrucksfähigkeit vorherrschend, bei anderen Stärke oder Intuition. Innere Gaben pflegen die Energien der Lebenszahl zu vqfeinern und zu verstärken, besonders die Kräfte der rechten Zahl, die Aufschluß über den Haupt-lebenssinn gibt.

Innere Gaben sind im allgemeinen erst dann voll ausgereift, wenn der betreffende Mensch zwischen 35 und 45 Jahre alt ist. Im Angesicht einer Krise oder in einer Notsituation können sie schon früher, ja sogar urplötzlich, zum Vorschein kommen, aber normalerweise entwickeln sie sich langsam über Jahre hinweg. Diese Gaben sind ein Leben lang da, manifestieren sich jedoch nur in dem Maße, wie der betreffende Mensch seine Lebensaufgaben gelöst oder die Hindernisse ausgeräumt hat, die ihnen den Weg versperren; je lauterer die Bereitschaft zum Dienen ist, um so deutlicher treten diese Gaben in Erscheinung.

 

Die Besinnung auf innere Gaben

  1. Denken Sie an Ihre Feinfühligkeit: Wie haben Sie bisher von dieser Gabe Gebrauch gemacht? Wie hat sie von Ihnen «Gebrauch gemacht»? Wie könnten Sie diesen Aktivposten in den Dienst anderer stellen?
  2. Denken Sie an Ihre Stärke: Hat sie sich als innere Stärke, als körperliche Kraft oder als beides ausgeprägt? Gefällt Ihnen diese Gabe? Wie könnten Sie sie in Ihrem Leben voll und ganz ausschöpfen?
  3. Denken Sie an Ihre Ausdrucksfähigkeit: Wie hat sie sich in dieser Welt bewährt in Ihrem Privatleben und im Beruf? Waren Sie sich dieser Begabung bewußt, oder haben Sie daran gezweifelt? Wie könnten Sie Ihre Ausdrucksfähigkeit am konstruktivsten nutzen?
  4. Denken Sie an Ihre Intuition: Vertrauen Sie auf klare Eingebungen, wenn Sie zu einer Entscheidung kommen oder andere Menschen führen wollen? Merken Sie, wie Ihre Intuition weit wird, sobald Sie mit Ihrem Herzen dabei sind?